Familienschulzentren in Sachsen: Fachlicher Austausch über Ländergrenzen hinweg
27.10.2026
Am 16. September 2026 lud die Wübben Stiftung Bildung zum Fachtag Familienschulzentren Mitteldeutschland in die Leipziger Moritzbastei ein. Vertreterinnen und Vertreter aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen nutzten die Gelegenheit, um Erfahrungen aus ihrer Arbeit zu teilen, aktuelle Entwicklungen zu diskutieren und gemeinsam Perspektiven für die Weiterentwicklung von Familienschulzentren zu erörtern.
Aus sächsischer Perspektive bot der Fachtag insbesondere die Möglichkeit, Einblicke in unterschiedliche Umsetzungsansätze zu gewinnen, eigene Erfahrungen einzubringen und neue Impulse für die Arbeit vor Ort mitzunehmen. Der länderübergreifende Dialog machte deutlich, wie wertvoll es ist, Herausforderungen gemeinsam zu betrachten, voneinander zu lernen und fachliche Erkenntnisse für die Weiterentwicklung der Familienschulzentren nutzbar zu machen.
Einen fachlichen Ausgangspunkt bildete der Impulsvortrag von Prof. Dr. Karsten Speck von der Universität Oldenburg. Er beleuchtete die Chancen und Herausforderungen multiprofessioneller Kooperation sowie einer sozialraumorientierten Schulentwicklung. Daran anknüpfend boten Impulsforen und Diskussionsformate Raum für die vertiefte Auseinandersetzung mit zentralen Fragestellungen: Wie können Familienschulzentren aufgebaut und nachhaltig begleitet werden? Welche Aufgaben und Gestaltungsmöglichkeiten haben Koordinierende? Welche Entwicklungen zeigen sich in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen? Und wie lässt sich die Qualität der Arbeit sichern und weiterentwickeln?
Im Mittelpunkt standen dabei nicht nur fachliche Impulse, sondern vor allem der Austausch zwischen den Beteiligten aus Schulen, Kommunen und Bildungsverwaltung. Unterschiedliche Erfahrungen, Perspektiven und Herangehensweisen eröffneten neue Denkanstöße und ermöglichten es, bestehende Ansätze zu reflektieren und mögliche Lösungswege gemeinsam weiterzudenken.
Für Sachsen ist dieser Austausch besonders relevant, um die eigenen Erfahrungen mit den Entwicklungen in den Nachbarländern in Beziehung zu setzen und Anregungen für die Weiterentwicklung der Familienschulzentren vor Ort zu gewinnen. Trotz unterschiedlicher Rahmenbedingungen wurde deutlich, dass viele Akteurinnen und Akteure vor ähnlichen Fragen stehen – und dass im gemeinsamen fachlichen Dialog großes Potenzial liegt.
Der Fachtag in Leipzig unterstrich damit die Bedeutung einer länderübergreifenden Vernetzung: Sie schafft Raum für Wissenstransfer, stärkt die Zusammenarbeit und trägt dazu bei, die Arbeit von Familienschulzentren gemeinsam weiterzuentwickeln.



